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10. August 2017 - 12:18Versicherer

Schadenbilanz verheerend

von Christoph Becker

Nach den Stark- und Dauerregen in den vergangenen Wochen wird das Ausmaß der Schäden langsam deutlich.

Die Tiefdruckgebiete Alfred und Bernhard brachten Ende Juli sintflutartige Regenfälle. Im südlichen Niedersachsen führte das zur größten Flutkatastrophe in der Region seit Jahrzehnten.

Thorben Grabenhorst (Öffentliche)
Thorben Grabenhorst, im Fach- und Vertriebssupport für Makler bei der Öffentlichen Versicherung Braunschweig tätig, war zu dieser Zeit freigestellt. Der Gruppenführer bei der Freiwilligen Feuerwehr Salzgitter-Reppner half bei einem dreitägigen Einsatz in Hildesheim, im stark betroffenen Rhüden und in Wolfenbüttel, wo er bei der Evakuierung eines Altenheims mitwirkte.

„Solche Katastrophen kamen in unserer Region früher vielleicht alle 40 Jahre vor“, sagt Grabenhorst, der „aus einer richtigen Feuerwehrfamilie“ stammt. Mittlerweile wiederhole sich das aber im Rhythmus von knapp zehn Jahren. „Damit merken wir meiner Meinung nach, wie der Klimawandel langsam bei uns ankommt.“

Künftig im Sommer mehr Unwetterschäden


Auch nach Einschätzung von Klimaforschern und Rückversicherern dürfte es künftig deutlich höhere Unwetterschäden geben, vor allem in der warmen Jahrezeit. Die Gefahren durch Sommergewitter und statische Tiefdruckgebiete nehmen zu, heißt es in einer Prognose, die den Versicherern vorliegt.

Längst nicht jeder Kunde ist geschützt, der Bedarf an Elementarversicherungen ist unverändert hoch. Laut Zahlen der VGH Versicherung zählt Niedersachsen zu den Schlusslichtern. Bundesweit seien rund 40 Prozent der Gebäude gegen Elementarschäden versichert, in Niedersachsen aber nur 18 Prozent.

Ansonsten unauffällige Flüsschen wie Abzucht, Radau, Innerste und Oker können bei Stark- und Dauerregen plötzlich ganze Ortschaften überschwemmen. Die Öffentliche in Braunschweig bearbeitet zurzeit 800 Schadenmeldungen und rechnet mit einer Gesamtschadensumme von zehn Millionen Euro.

Landesregierung verdoppelt Hilfen für Betroffene


Bei der Öffentlichen in Sachsen Anhalt (ÖSA) gingen bisher 107 Schadenmeldungen aus der Region um Wernigerode ein, die Schadensumme liegt zurzeit bei etwa 500 000 Euro. Die VGH hat bislang 1600 Überschwemmungsschäden erfasst und schätzt den Aufwand auf 15 Millionen Euro. Die Schadenprognose für das Sturmtief Quirin Ende Juni liegt mit 16 Millionen Euro sogar noch höher.

Die Landesregierung in Hannover hat die zugesagten Finanzilfen mittlerweile auf 50 Millionen Euro verdoppelt. Nur in besonderen Notlagen können geschädigte Haushalte mehr als 2500 Euro beantragen. Das unterstreicht, warum in gefährdeten Wohnlagen niemand auf Elementarschutz verzichten sollte.
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