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28. November 2018 - 12:30LBBW-Research

Refinanzieren mit Pfandbriefen

Eine altbewährte Art der Refinanzierung ist modern wie ehedem: Ungedeckte und gedeckte Schuldverschreibungen erfreuen sich wachsender Beliebtheit. Die Research-Abteilung der Landesbank Baden-Württemberg wertet den aktuellen Deckungsstock der Sparkassen-Finanzgruppe aus.

Sparkassen haben verschiedene Möglichkeiten zur Refinanzierung. Neben Kundeneinlagen geschieht dies durch die Emission von ungedeckten und gedeckten Schuldverschreibungen:
Die Emission von ungedeckten und gedeckten Schuldverschreibungen ist für viele Sparkassen eine attraktive Art der Refinanzierung.
Der Sparkassenpfandbrief hat in den vergangenen Jahren immer mehr Zulauf gefunden. Zuletzt hat die Sparkasse Lüneburg laut Bafin-Unternehmensdatenbank am 1. Oktober 2018 eine Lizenz zur Emission von Hypothekenpfandbriefen erhalten. Stand November 2018 haben 43 Sparkassen eine Pfandbrieflizenz. 15 Häuser sind berechtigt sowohl Hypothekenpfandbriefe als auch Öffentliche Pfandbriefe zu emittieren. 27 Institute haben nur eine Hypothekenpfandbrieflizenz, ein Institut besitzt nur eine Lizenz für Öffentliche Pfandbriefe.

Historische Schuldverschreibung. Über die Pfandbriefe der Sparkassen-Finanzgruppe im 3. Quartal 2018 informiert das Research-Team der Landesbank-Baden-Württemberg. (dpa)
Insgesamt umfasst der Haftungsverbund dreizehn Sicherungseinrichtungen, die satzungsrechtlich zu einem Haftungsverbund zusammengeschlossen sind: elf regionale Sparkassenstützungsfonds, die Sicherungsreserve der Landesbanken und Girozentralen und den Sicherungsfonds der Landesbausparkassen. Die Sparkassenstützungsfonds werden von den regionalen Sparkassenverbänden verwaltet. Die Sparkassen gehören dem Sparkassenstützungsfonds ihres Verbandsgebiets an. Ein Fond tritt bei finanziellen Schwierigkeiten eines Instituts ein.

Die Sicherungseinrichtungen des Haftungsverbunds sind miteinander verknüpft. Zwischen den bei den regionalen Sparkassen- und Giroverbänden gebildeten elf Sparkassenstützungsfonds besteht ein überregionaler Ausgleichsanspruch. Dieser tritt ein, wenn bei einem regionalen Sparkassen- und Giroverband die für die Regelung eines Stützungsfalls notwendigen Aufwendungen die vorhandenen Fondsmittel übersteigen. Auf diese Weise werden alle elf regionalen Sparkassenstützungsfonds zu einer Haftungsgemeinschaft verbunden, sodass trotz der Selbstständigkeit der regionalen Einrichtungen in einem Notfall das Gesamtvolumen aller Fonds gemeinschaftlich zur Verfügung steht.

Daneben tritt der gesamte Haftungsverbund in seiner Gesamtheit ein, wenn die notwendigen Aufwendungen die Mittel der betroffenen Sicherungseinrichtung in einem Stützungsfall übersteigen.Das Ziel des Haftungsverbunds, die Solvenz und Liquidität der Mitgliedsinstitute sicherzustellen, wird beispielsweise durch die Zufuhr von Eigenmitteln erreicht, zudem durch die Übernahme von Bürgschaften und Garantien oder verzinslichen Schuldversprechungen sowie durch die Erfüllung von Ansprüchen Dritter durch die jeweilige Sicherungseinrichtung.
Zum 3. Quartal 2018 erreichte das sich im Umlauf befindliche Hypothekenpfandbriefvolumen der Sparkassen einen Nennwert von 23,3 Milliarden Euro. Die Deckungsmasse der Hypothekenpfandbriefe belief sich auf 39,7 Milliarden Euro, wonach eine Übersicherung von durchschnittlich 67,2 Prozent erreicht werden konnte. Bei der barwertigen Betrachtung betrug die Übersicherung 71,3 Prozent. Das ausstehende Volumen der Hypothekenpfandbriefe betrug dabei 24,8 Milliarden Euro, die Deckungsmasse 43,3 Milliarden Euro.
Insgesamt 38 Sparkassen hatten zum 3. Quartal 2018 Hypothekenpfandbriefe im Umlauf, deren Emissionsvolumina sich von fünf Millionen Euro (Sparkasse Aachen) bis zu 5,6 Milliarden Euro (Hamburger Sparkasse) erstrecken. Die Deckungsmasse der Hypothekenpfandbriefe ist durch eine hohe Granularität gekennzeichnet, die auf das kleinteilige Sparkassengeschäft zurückzuführen ist. Zum großen Teil besteht die Deckungsmasse aus wohnwirtschaftlicher Nutzung, insbesondere aus Ein- und Mehrfamilienhäusern. Der gewerbliche Anteil an der Deckungsmasse, etwa aus Handels- und Bürogebäuden, ist von eher geringfügigerer Bedeutung.
Die Höhe der einzelnen Deckungswerte der Sparkassen liegen zu mehr als 60 Prozent bei maximal 300.000 Euro. Nur wenige Sparkassen weisen Deckungswerte von mehr als zehn Millionen Euro pro Engagement aus. Bei den Öffentlichen Pfandbriefen der Sparkassen befanden sich zum 3. Quartal 2,1 Milliarden Euro an Nennwert im Umlauf. Die Deckungsmasse dieser Pfandbriefe belief sich auf vier Milliarden Euro, was einer durchschnittlichen Überdeckung von 90,3 Prozent entspricht. Der Barwert der umlaufenden Pfandbriefe erreichte einen Wert von 2,2 Milliarden Euro. Die Deckungsmasse betrug 4,3 Milliarden Euro. Dies entspricht einer Überdeckung von 89,4 Prozent.
Insgesamt 14 Sparkassen hatten zum 3. Quartal 2018 Öffentliche Pfandbriefe im Umlauf, deren Emissionsvolumina von 15 Millionen Euro (Sparkasse Neuss) bis zu 819 Millionen Euro (Sparkasse Hannover) reichen. In der Deckungsmasse der Öffentlichen Pfandbriefe nimmt der Staat nur einen sehr geringen Anteil ein. Weitaus häufiger treten regionale und örtliche Gebietskörperschaften und sonstige Schuldner auf, darunter vorwiegend kommunale Betriebe, wie Krankenhäuser.
Die Laufzeitstruktur der Pfandbriefe zeichnet sich durch langlaufende Emissionen aus, denn der Großteil besitzt Fälligkeiten von über fünf Jahren. Lediglich bei der Sparkasse Aachen sind ausländische Deckungswerte (Europäische Union) anzutreffen.
Der Großteil der zur Pfandbriefemission berechtigten Sparkassen gehört zum Rheinischen Sparkassen- und Giroverband und zum Sparkassen- und Giroverband für Schleswig-Holstein.
Der Großteil der zur Emission berechtigten Sparkasseninstitute gehört dem Rheinischen Sparkassen- und Giroverband (RSGV) sowie dem Sparkassen- und Giroverband für Schleswig-Holstein (SGVSH) an. Auch Institute der Sparkassenverbände Baden-Württemberg (SVBW), Bayern (SVB) und Niedersachsen (SVN), sowie des Hanseatischen Sparkassen und Giroverbands (HSGV), des Sparkassenverbands Westfalen-Lippe (SVWL) und des Sparkassen- und Giroverbands Hessen-Thüringen (SGVHT) besitzen das Pfandbriefprivileg. Allein dem ostdeutschen Sparkassenverband und den Sparkassenverbänden Berlin, Rheinland-Pfalz und Saar gehören keine Institute mit einer Pfandbrieflizenz an.
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