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12. Dezember 2018 - 08:37Symbioticon

Online-Jury entscheidet mit

von Thomas Schindler

Beim diesjährigen Hackathon der Sparkassen Finanzgruppe sind 36 Teams angetreten. Zur Jury zählten auch Mitarbeiter aus 60 Sparkassen. Per Livestream konnten sich mehr als 25 000 Zuschauer aus den Instituten online für einen Gewinner entscheiden.

"Die Aktion war etwas Neues": Martin Schaffranski, Leiter Sparkassen-Innovation-Hub, Hamburg. (Innovation Hub)
Auf der Symbioticon 2018, dem Hackathon der Sparkassen-Finanzgruppe, wetteiferten Programmierer, Kreative und Fintechs 30 Stunden lang um die besten Ideen für das Banking der Zukunft. Die Ergebnisse von 36 Teams bewertete eine Jury aus sieben Experten und – ganz neu – Mitarbeitern aus 60 Sparkassen. Per Livestream konnten sich mehr als 25 000 Zuschauer aus den Instituten online für einen Gewinner entscheiden. Das machte die Veranstaltung der Sparkassen-Finanzgruppe zum größten Stimmenpool in Deutschland.

"Alle Häuser waren eingeladen, Public Viewings zu veranstalten",sagt Martin Schaffranski, Leiter des Sparkassen-Innovation-Hubs in Hamburg. Viele Sparkassen hatten zudem ihre Kunden für die Übertragung eingeladen, um auch sie für das Format zu begeistern und ihnen den Innovationsgeist innerhalb der Sparkassen-Finanzgruppe nahezubringen.

"Die Aktion war etwas Neues. Und insofern hat es auch Spaß gemacht." Beim Voting fragte sich Michael Lühmann, Filialleiter im Beratungs-Center Springe der Sparkasse Hannover: Welchen Vorteil bietet mir diese App? Habe ich dadurch eine Zeitersparnis? Kann ich Geld sparen? Ist die App alltagstauglich, oder benötige ich sie nur sehr selten? Florian Dorstewitz aus der IT- und Dienstleistersteuerung des Instituts ergänzt, dass es schön war, das Interesse und die Neugier der Kolleginnen und Kollegen zu erleben. "Wichtiges Kriterium war für mich die Attraktivität der dargestellten Lösungen für meine persönlichen Erfordernisse."

Finanzgruppe zeigt sich innovativ

Sieger der Symbioticons 2018 (Red Robin)
"Mir hat die Aktion großen Spaß gemacht", resümiert Kerstin Berghoff-Ising, Vorstand der Sparkasse Hannover. Bei ihrem Votum habe sie in erster Linie die Kundinnenbrille aufgesetzt. "Was ich besonders gut fand: Zwei unserer Auszubildenden waren in Frankfurt dabei. Sie haben spannende Eindrücke mit nach Hause nehmen können und sind begeistert von der Innovationskraft unserer Sparkassenorganisation", sagt Berghoff-Ising.

In der Mittelbrandenburgischen Sparkasse (MBS) hatten die Mitarbeiter das erste Mal Gelegenheit, für die Sparkasse live am Voting teilzunehmen. Ob es Spaß gemacht hat? "Unbedingt! Es war spannend, lustig, informativ und hat Lust auf mehr gemacht", sagt Mirko Simon, in dem Institut Abteilungsdirektor Kunden-Service-Center. Die Teilnehmerrunde der MBS setzte sich aus interessierten und onlineaffinen Mitarbeitern zusammen – vom Stab über das Kunden-Service-Center bis hin zu Vorstandskollegen, die sich angeregt austauschten. Gevotet wurde nach persönlichem Impuls. "Bei mir war es: Wie innovativ ist die Idee? Hat diese Potenzial? Wie gut ist sie skalierbar bzw. adaptierbar? Und natürlich: Wie überzeugend waren Präsentation und Anmutung der Idee?", so Simon.

Bei der LBS Bayern wurde der Hackathon auf einem großen Bildschirm übertragen; Public Viewing vom Feinsten. "Das ist wirklich gut angekommen", so Sebastian Loth, im Marketing verantwortlich für die Themen Digitalisierung und Onlinestrategie. Natürlich hätten nicht alle die vollen fünf Stunden vor dem Bildschirm gesessen, aber das Interesse wäre bemerkenswert hoch gewesen. "Vor allem beim Voting haben alle ihr Handy bearbeitet und abgestimmt", so Loth.

Neue Apps: sinnvoll oder nur cool?

Alle Zuschauer in München hätten aus der Perspektive der LBS gefragt: Ist die jeweils präsentierte App sinnvoll für das Unternehmen – oder ist sie cool und macht Spaß? "Alles rund um Immobilien wurde auf seinen Nutzen für die LBS abgeklopft und diskutiert, ob die App helfen könne, die Arbeit zu erleichtern", sagt Loth. Ihn persönlich überzeugte eine Urlaubs-App auf Anhieb. Damit setzte er auf den tatsächlichen Gewinner im Hackathon 2018 – die App-Idee "Weltenbummler" für die Bedürfnisse der Vielreisenden der Generation Z.

Alles in allem gilt: "Wer zugeschaut hat, hat es nicht bereut. Die Berichte vom Hackathon, die Vorstellung der Teams und die erzielten Ergebnisse haben die Leute begeistert", sagt Loth. Nach diesem Zuschauererfolg bei der LBS Bayern überlegen die Verantwortlichen, die nächste Veranstaltung weiteren Gruppen zugänglich zu machen. Vor allem die Zusammensetzung der Jury überzeugte. "Dass neben den IT-Experten auch die Mitarbeiter aus der Sparkassenpraxis mitvoten konnten, war ein starkes Plus", sagt Loth. Es sei "eine Super-Veranstaltung" gewesen, mit der es gelungen sei, den Mitarbeitern das komplexe Thema Digitalisierung näherzubringen.

Aus der Ostsächsischen Sparkasse Dresden (OSD) verfolgten 20 Mitarbeiter per Streaming den Hackathon. "Es war interessant zu sehen, welche Themen und Trends von den Teams aufgegriffen wurden. Mich hat erstaunt, welche Ergebnisse in weniger als zwei Tagen erreicht werden können", kommentiert Guido Droth. Der Referent im Vorstandsstab der OSD weist aber darauf hin, dass die vielen Teams und Pitches an der Aufmerksamkeit gezehrt hätten. Aber er freut sich auf das nächste Voting. "Es geht ja um unser aller Zukunft." OVD-Teilnehmer Dietrich Eisold war vom praktischen Nutzen und dem Innovationscharakter der Veranstaltung begeistert. "Da entsteht vor Ort ein starkes Gemeinschaftsgefühl. Es ist echt cool, das man als Team hier in Dresden sitzt und live beim Hackathon mitvoten kann." Der Trainee im Vorstandsstab der OSD wäre gern beim nächsten Mal wieder dabei.

Offenes Voting hat sich bewährt

Schaffranski vom Sparkassen-Innovation-Hub ist mit dem Ergebnis zufrieden: "Aus unserer Sicht hat sich die Online-Jury bewährt – auch die Jury vor Ort ist dem Votum der Online-Jury gefolgt und hat die am meisten gevotete Idee prämiert." Ziel war es, alle Zuschauer in das Event zu involvieren. Durch das Voting-Angebot konnten somit alle Zuschauer ihren Erfahrungshorizont einbringen. Weil Digitalisierung Mitarbeiter und Kunden beträfe, war es für die Veranstalter wichtig, das Voting so offen wie möglich zu gestalten.

"Unser besonderes Anliegen war es, alle Sparkassen und Mitarbeiter für digitale Themen zu begeistern und in Innovationsprozesse einzubinden", schließt Schaffranski. Die nächste Gelegenheit, den S-Hub und seine Arbeitsweise kennenzulernen steht unmittelbar bevor: Am 27. März 2019 findet in Hamburg der zweite Innovation Day statt, Tickets können bereits jetzt erworben werden.
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