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08. Oktober 2018 - 11:23Hochzinsanleihen

Mut zum Risiko

High Yields oder Hochzinsanleihen gelten als riskant. Als Beimischung im Portfolio können sie aber für ein stabileres Rendite-Risiko-Profil sorgen, konstatiert die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) in einer aktuellen Studie.

Die Hochzinsanleihen sind eine gefragte Alternative in Zeiten kaum vorhandener Zinsen. Doch die Risiken der Papiere dürfen nicht unterschätzt werden. (dpa)
Die vergangenen zehn Jahre waren für Investoren nach dem heftigen Einbruch des Aktienmarkts eine Zeit langanhaltenden Aufschwungs. Obwohl es einen Börsencrash infolge der Finanzkrise gab, haben Aktienindizes wie der Dax Anleiheindizes wie den Rex über zehn Jahre outperformt. Europäische Anleihen waren – je nach Index – etwas stärker gelaufen.

Deutliche Mehrrenditen hätten und haben Anleger indes mit Hochzinspapieren erzielt, wenn man den Finanzsektor ausklammert. Der High-Yield-Corporate-Bonds(ohne Financials)-Index hat sich im Wert seit Jahresbeginn 2008 verdoppelt, so lautet das Fazit einer aktuellen Studie der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW).
Die Bank sieht zudem das große Interesse der Investoren, die gerade auf der Zinsseite nach Alternativen zu den Staatsanleihen, Pfandbriefen und Investment-Grade-Unternehmensanleihen suchen.
Hochzinsanleihen seien attraktiv, weil sie im Vergleich zu den Anleihen großer Unternehmen aus dem Investment-Grade-Bereich die Chance auf eine deutlich höhere Rendite böten, so die Landesbank. Allerdings gehe dies auch mit einem anderen Ausfallrisiko einher. Gerade bei einem langfristigen Anlagehorizont seien aber entsprechende Puffer gegen Rückschläge am Markt eingepreist.
Die LBBW hat nun einen neuen Investmentfonds für die Eigenanlage von Sparkassen aufgelegt, der ab Mitte Oktober am Markt sein wird. Darin setzt sie auf europäische Hochzins­papiere. Der Index europäischer High Yields hat seit dem Jahrtausendwechsel nur einen Fünf-Jahres-Zeitraum gesehen, in dem die Performance negativ war, so die LBBW. Das war in der Zeit von 2004 bis 2008.
High-Yield-Anleihen weisen derzeit eine durchschnittliche Rendite in Bezug auf ihre Fälligkeit von 3,8 Prozent aus. Bei den Negativrenditen der Staatsanleihen scheint dies für Investoren ein verlockender Ausblick zu sein.
Die Investoren differenzieren aber wieder nach Risiken. Die Zinsabstände oder Spreads sind in diesem Jahr wieder gestiegen. Größtes Risiko für den Markt der Hochzinsanleihen sei der Handelskonflikt der USA mit China, so die Studie. Doch auch Brexit, Italien und die Türkei gehörten dazu.
Hochzinspapiere gelten als riskant, doch im Gesamtportfolio hätten sie einen positiven Effekt auf das Risikoprofil, erklärt LBBW-Fondsmanager Steffen Quast.
Das aktuelle Niedrigzinsumfeld limitiert die Renditeaussichten der Hochzinsanleihen im Vergleich zu den vergangenen Jahren, doch im Vergleich zu den Anleihemärkten erwartet die LBBW sowohl kurzfristig als auch langfristig eine Mehrrendite im Vergleich zu Bundesanleihen sowie Unternehmensanleihen aus dem Investment-Grade-Bereich.
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