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04. August 2017 - 08:30Mittelstand

Chinesische Direktinvestitionen steigen

von Prof. Dr. Philipp Haberstock, Martin G. Schmitt

Chinesen investieren derzeit Milliarden in Unternehmensbeteiligungen in Deutschland. Besonders begehrt sind deutsche Mittelständler mit überlegenen Produkten oder klangvollen Marken. Wenn Interessenten aus China aber tatsächlich höhere Kaufpreise bieten, sollten KMU verschiedene Herausforderungen und Risiken berücksichtigen.

Eine Kurzzusammenfassung finden Sie hier.

Die Akquisitionen chinesischer Unternehmen erreichen immer neue Rekorde. Nie zuvor haben chinesische Investoren so viele Zukäufe in Deutschland und Europa getätigt und dabei so viel Geld ausgegeben wie 2015: In Europa sind 309 Unternehmen gekauft oder nennenswerte Anteile davon erworben worden (s. Abb. 1). In Deutschland gab es 68 Zukäufe. Damit ist die Zahl der Akquisitionen in Europa um 48 Prozent, in Deutschland sogar um 70 Prozent gestiegen. Auch das Transaktionsvolumen ist sprunghaft gestiegen. Für 86 Milliarden US-Dollar haben chinesische Investoren im vergangenen Jahr europäische Firmen gekauft oder sich an ihnen beteiligt. Allein bei den Zukäufen sind nahezu 13 Milliarden US-Dollar auf Deutschland entfallen – mehr als in den vergangenen zehn Jahren zusammengerechnet (s. Abb. 2, vgl. Sun/Kron, S. 3 ff.).
Für chinesische Investoren bleibt Deutschland mit großem Abstand das attraktivste Investitionsziel innerhalb Europas. Und aus deutscher Sicht ist China nach den USA schon länger der zweitgrößte außereuropäische Investor in Deutschland (Abb. 3, vgl. Sun/Kron, S. 9).

Politische Einflussgrößen

Die chinesische Regierung verfolgt mit ihrem aktuellen 13. Fünfjahresplan das Ziel, ihre heimische Industrie technologisch in zehn Sektoren wie Robotik, Industrie 4.0, Automatisierung oder Automobilsektor an die Weltspitze zu führen, und fördert staatlicherseits die Übernahmen europäischer Unternehmen. Dafür stellt sie Hunderte Milliarden Euro an Fördermitteln bereit und drängt ihre Unternehmen, im Ausland Schlüsseltechnologien zuzukaufen, denen China für seinen angestrebten Aufstieg in den globalen Wertschöpfungsketten eine zentrale Rolle zugewiesen hat.
Dabei hat auch das Engagement von Staatsunternehmen, die direkt der Zentralregierung unterstehen, deutlich zugenommen. Chinesische Unternehmen folgen somit nicht nur der eigenen unternehmerischen Motivation, sondern auch dem strategischen Ziel der chinesischen Führung, die Unternehmen des Landes in den kommenden fünf Jahren von den Werkbänken der Welt hin zu führenden Anbietern von Hochtechnologie zu entwickeln (vgl. Grätzner, S. 14 ff., Jungbluth, S. 5).

Ziele chinesischer Investoren

Chinesische Unternehmer denken groß und strategisch. Sie streben nach der Marktführerschaft bei Themen wie Robotik und suchen internationale Präsenz, da die eigene Wirtschaft abflaut. Sie suchen weltweit nach attraktiven Firmen, die sie bei der Expansion im Heimatmarkt unterstützen und ihre Produkte veredeln können. Hinzu kommen steigende Lohnkosten, weshalb Qualität und Kostenvorteile an Wichtigkeit gewinnen, um auf den Weltmärkten und beim heimischen Konsumenten bestehen zu können. Stabile Rahmenbedingungen, eine gute Binnenkonjunktur, Zugang zum großen deutschen und europäischen Markt, qualifizierte Arbeitskräfte, Technologieführerschaft und das Qualitätsversprechen "Made in Germany" sind wichtige Gründe für hohe Kaufpreise.
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  1. Chinesische Direktinvestitionen steigen
  2. Mittelständische Industrieunternehmen im Fokus
  3. Zukunftsaussichten
  4. Auswirkungen für den deutschen Mittelstand
  5. Fazit und Ausblick
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