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07. August 2017 - 08:3015. Payment-Symposium

Bezahlverfahren vor digitaler Evolution

von Stephan Arounopoulos

Die Digitalisierung – Megatrend auch im Zahlungsverkehr – stand im Mittelpunkt des 15. Payment-Symposiums von S-Payment. Vorträge und Diskussionen haben vor allem eines gezeigt: Die Digitalisierung eröffnet Sparkassenkunden ganz neue Möglichkeiten – mit unmittelbaren Auswirkungen auf die Geschäftsmodelle der Sparkassen sowie deren Kundenbeziehung.

Eine Kurzzusammenfassung finden Sie hier.

Die Mineralölindustrie entwickelt im Zuge ihrer Digitalisierungsstrategie neue Bezahlmöglichkeiten, in die sich Sparkassen einklinken könnten. (plprod/fotolia)
S-Payment, Tochter des Deutschen Sparkassenverlags und Kompetenzcenter Payment für die Sparkassen-Finanzgruppe, hat zu ihrem traditionel­len Symposium erneut Experten aus der Sparkassen-Finanzgruppe und führende Branchenvertreter zum Meinungsaus­tausch in die baden-württembergische Sparkassen-akademie eingeladen. Die Digitalisierung verändert das Alltagsleben in nahezu allen Bereichen – auch beim Ban­king. Sie revolutioniert Bezahlprodukte und -abläufe für die Kunden. Bezahlen kann der Kunde künftig, wo und wie immer er will – mit Karte, mit Smartphone oder via Notebook, am Point of Sale (PoS) oder im E-Commerce.
Über die Auswirkungen von Digitalisierung und weiteren aktuellen Markttrends auf die Zah­lungsverkehrsstrategie der Sparkassen-Finanzgruppe hat in Stuttgart Barbara Wedde, Referen­tin Kreditkartenstrategie beim Deutschen Sparkassen- und Giroverband (DSGV), berichtet. Das Wettbewerbs­umfeld der Sparkassen verändert sich demzufolge mit hohem Tempo: Regulie­rungs- und Kostendruck, technologischer Wandel und sprunghafteres Kundenverhalten, neue Infrastrukturen wie Blockchain oder Instant Payments und mehr Wett­bewerb, nicht zuletzt durch Fintechs, wirken massiv auf das Girokonto und den Zahlungs­verkehr der Sparkassen-Finanzgruppe ein.
Der DSGV geht offensiv an diese Herausforderungen heran und hat eine Zahlungs­verkehrsstrategie erarbeitet, mit der die Institute die Marktumbrüche meistern können. Ziel der Strategie ist, die Position der Sparkassen-Finanzgruppe als Qualitäts- und Markt­führer zu sichern und zu steigern. Mit rund 50 Millionen privaten Kunden und der dahinterste­henden technischen Infrastruktur sind die Sparkassen laut Wedde immer noch in einer sehr guten Ausgangslage. Ihr klares Plädoyer: Die Sparkassen müssen digitaler werden, um auch künftig nah an den Kunden zu sein. Die Sparkassen-Finanzgruppe muss aus ihrer Sicht deshalb vor allem drei Kernaufgaben lösen:
  1. Das zentrale Ankerprodukt Girokonto ist kontinuierlich auszubauen und konsequent an den Kundenbedarf anzupassen. Die Sparkassen müssen ihren Kunden individuelle und passgenaue Angebote zu Dienstleistungen und Finanzprodukten machen – gelingen wird das durch den Ausbau des Girokontos zu einer multi­funktionalen Finanzplattform.
  2. Aufzubauen sind ganzheitliche digitale Ökosysteme, um den Kunden alles aus einer Hand bieten zu können. Dazu gehört die Integration lokaler Lösungen sowie innovativer Ideen von Dritten.
  3. Ausnutzen der regionalen Marktnähe aller Sparkassen sowie des innovativen Potenzials der ganzen Sparkassen-Finanzgruppe. 
Leitplanken für alle Innovationen im Rahmen der Girokonto- und Zahlungsverkehrs­strategie sind: persönlicher Zugang für die Kunden, größtmögliche Sorgfalt beim Umgang mit Daten und höchstmögliche Sicherheit bei digitalen Angeboten. Dadurch werden die Sparkassen ihr bewährtes Geschäftsmodell auch in einer zunehmend durch Digitalisierung geprägten Lebenswelt erhalten. "Wir wollen, dass das Girokonto auch in einer digitalen Welt seine Funktion als verlässlicher Ankerpunkt für unsere Kunden behält. Wir wollen hochfrequente Kundeninteraktion rund ums Girokonto, denn sie ist der beste Garant, um die Kundenbindung zu stärken", hat Wedde deutlich gemacht (s. Abb. 1).
Eine der zehn Initiativen der neuen Strategie lautet: Sparkassenkunden komplizierte Situationen rund ums Girokonto und den Zahlungsverkehr erleichtern – etwa durch schnelle und einfache Kontoeröffnung über alle relevanten Kanäle (Online, Mobile, Filiale), durch einfacheren Kontowechsel oder flexible Selbstadministration (z. B. für die Neubestellung und Sperrung/Entsperrung von Karten oder die Auswahl von Daten­schutzoptionen). Bestandteil der Initiative "Wir machen es den Kunden einfach" ist auch, den Bezahlvorgang insgesamt zu vereinfachen.
(BBL)
Aus diesem Grund treibt die Sparkassen-Finanzgruppe zahlreiche Innovationen im Zahlungsverkehr für Privat- und Firmenkunden und im Akzeptanzgeschäft wie kontaktloses Zahlen mit Debit- und Kreditkarten am PoS, Person-to-Person-Zahlung, Mobiles Bezahlen mit dem Smartphone und Bezahlen im E-Commerce voran. Der Anspruch an alle Entwicklungen ist dabei, aus Kundensicht einfach, bequem und leicht zugänglich zu sein.

Weddes Fazit: Auch wenn Digitalisierung und Fintechs aktuell die Debatte bestimmen, sollte man nicht vergessen, was die Sparkassen auch künftig stark macht – die Nähe zu den Menschen und ein Verbund starker Partner, der großes Potenzial hat. Diese Strukturvorteile sollen dazu genutzt werden, die Stärken der Marke "Sparkasse" auszu­spielen und aktiv Themenfelder zu besetzen. Der Zahlungsverkehr hat dabei zwei wichtige Funktionen: wesentlicher Ertragsbringer in betriebswirtschaftlich rauen Zeiten und Aushängeschild gegenüber den Kunden.
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  1. Bezahlverfahren vor digitaler Evolution
  2. Paymentlösungen aus einer Hand für alle Absatzkanäle
  3. Das Fahrzeug als Zahlungsmittel
  4. Tankstellen im Fokus der Bezahldienstleister
  5. Mehr Bezahlverfahren in Onlineshops
  6. Fazit
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